Lösung:  März 2004

Der epigastrische Körperlängsschnitt zeigt einen Querschnitt durch das wandverdickte Magencorpus. Das Lumen der nüchternen Patientin wurde zur besseren Wandbeurteilung mit 300ml Flüssigkeit gefüllt (Wasserkontrastmethode n. Worlicek). Man erkennt so eine Wandverdickung auf 13mm, die normale Schichtung ist verwaschen, angedeutet aber noch nachweisbar:

Zur exakten Magenbeurteilung ist ein hochauflösender Schallkopf (hier 8MHz) erforderlich, die Patientin sollte fußtief- und auf die rechte Seite gelagert werden, damit die Flüssigkeit nach distal läuft. Zum Vergleich unten bei der selben Patientin der Querschnitt durch das Antrum, hier ist die Wand normal dick mit typischer Dreischichtung:

Zahlreiche erneute Biopsien (auch als Knopflochbiopsien mit einer Dornzange) waren ohne Nachweis von Tumorzellen. Der sonographische Befund bekräftigte jedoch die Verdachtsdiagnose eines Magencarcinoms, sodass die Patienten operiert wurde: Dabei bestätigte sich die Verdachtsdiagnose eines szirrhösen Carcinoms mit submucöser Tumorinfiltration des gesamten Corpus. (Histologisch war bei intakter Mucosa die Submucosa und die L. muscularis propria flächig infiltriert: "Linitis plastica").

Die zirkuläre Wandverdickung des Magens führt zum sonographischen Bild einer "pathologischen Korkarde". Diese kann bei malignen (diffus infiltrierendes Magencarcinom, Szirrhus, Lymphom), aber auch benignen Erkrankungen (Ödem, Riesenfalten, entzündl. Mitreaktion,...) auftreten. Nach der endosonographischen Literatur spricht die erhaltene Schichtung eher für eine benigne Ursache. Unserer Erfahrung nach ist dieses Kriterium  unsicher, wie oben erkennbar bleibt auch beim szirrhösen Carcinom oft die Schichtung erhalten (Pseudoschichtung).

Die folgenden Bilder zeigen zum Vergleich ein umschriebenes Magencarcinom, das ebenfalls alle Schichten durchsetzt (wieder Wasserkontrast-Methode, zwischen den Kreuzen normale Magenwand):

... und gleicher Tumor in der Endoskopie:

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