Lösung: April 2004 |
Das Pancreas ist auffallend schmal (11mm im Corpus und Schwanzbereich), echoarm und nur unscharf zur Umgebung abgrenzbar. Der Gang läßt sich mit dem 5 MHz-Curved-Arrey Schallkopf nur schlecht darstellen. Auffällig sind jedoch sehr echoreiche Anteile im Bereich des Pancreaskopfes (Pfeil):

Klarheit schafft die ergänzende Untersuchung mit einem hochauflösenden Linearschallkopf (9 MHz): Man erkennt, dass Korpus und Schwanz fast nur noch aus dem auf 8-9mm dilatierten Pancreasgang bestehen. Randständig findet sich noch ein ganz schmaler Saum Parenchym. Als Ursache zeigen sich obstruierende Konkremente im Pancreasgang (Pfeile):

Der Befund wurde bei der anschließenden ERCP als Gangabbruch durch Konkremente bestätigt, in gleicher Sitzung wurde ein Pancreasstent eingelegt und die Patientin anschließend einer Stoßwellenlithotripsie zugeführt.
Ungewöhnlich ist der fehlende Schallschatten dorsal der Konkremente. Dies ist offensichtlich durch eine fehlende oder sehr geringe Verkalkung bedingt. Offensichtlich waren sie deshalb auch im CT / MRT nicht nachweisbar. Ähnliches findet sich häufig auch bei Gallengangssteinen, die im Gegensatz zu Gallenblasensteinen oft keinen Schallschatten aufweisen. Die Gesamterkrankung muß als chronische Pancreatitis mit Gangkonkrementen und konsekutiver Gangerweiterung angesehen und behandelt werden.
Abschließend noch ein anderer Patient mit einem ebenfalls obstruierenden Pancreasgang-Konkrement, hier aber mit Schallschatten (und kalkdicht im Nativröntgen). In diesem Fall hatte der Stein zu einer schweren Schwanzpancreatitis mit Pseudozystenbildung geführt (nicht mit abgebildet):

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