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SONOZENTRUM - KRANKENHAUS BAD CANNSTATT Patienten-Information |
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Ultraschall-Geräte arbeiten nicht mit Röntgenstrahlen, sondern - wie der Name schon sagt - mit Schallwellen. Diese Wellen liegen mit mehr als 1-30 Mio. Schwingungen pro Sekunde weit oberhalb der menschlichen Hörgrenze. In der Tierwelt dient Ultraschall z.B. Fledermäusen oder Delfinen zur Orientierung.
Ultraschall wurde zunächst als Echolot für Kriegsschiffe im ersten Weltkrieg entwickelt, bis in den 50er Jahren sein Nutzen auch in der Medizin erkannt wurde. Aufgrund der enormen technischen Fortschritte sind Ultraschall-Untersuchungen heute in fast allen Bereichen der Medizin verbreitet und die wohl die am häufigsten angewandte Untersuchungstechnik. Medizinische Untersuchungen mit Ultraschall werden auch als Sonographie bezeichnet.
Bei der Untersuchung wird ein Schallkopf von außen auf die zu untersuchende Körperstelle aufgesetzt, meist nach Aufbringen einer kleinen Menge Gels zum besseren Kontakt. Der Schallkopf sendet kurze Schallwellen, die vom Körper reflektiert werden („Echos“).
Aufgrund dieser Echos berechnet das Ultraschallgerät ein Schnittbild der inneren Organe. Im Gegensatz zu den anfangs noch groben Schwarz-Weiß-Bildern ermöglichen moderne Sonographiegeräte sehr feine, teils auch farbige Bilder mit einer Auflösung deutlich unter 1mm.
3) Wie läuft eine Ultraschall-Untersuchung ab?
Der Patient macht es sich auf der Untersuchungsliege im leicht abgedunkelten Raum bequem: Meist liegt er auf dem Rücken, gelegentlich ist eine besondere Lagerung oder ein kurzzeitiges Anhalten der Luft notwendig. Zur Untersuchung einiger Organe des Bauchraums (Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, ...) sollte der Patient nüchtern erscheinen, das heißt er darf 8 Stunden vor der Untersuchung weder etwas essen noch trinken (insbesondere kein Mineralwasser).
Bei der eigentlichen Untersuchung wird etwas Gel auf die Haut aufgetragen und der Schallkopf über den zu untersuchenden Organen verschoben. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung 5-45 Minuten und ist für den Patienten schmerzfrei.
Größter Vorteil der Sonographie ist sicherlich die völlige Unschädlichkeit von diagnostischen Ultraschallwellen, insbesondere im Vergleich zur Röntgenstrahlung. Ultraschall kann bedenkenlos auch bei Schwangeren und Kindern angewandt werden. Langjährige Erfahrungen an vielen Millionen Schwangeren haben keinerlei Anhaltspunkte für eine Schädigung ungeborener Babys ergeben. Deshalb ist die Sonographie heute fest in die Überwachung einer normal verlaufenden Schwangerschaft integriert (Vorsorgeuntersuchung zur Entdeckung von Mehrlingsschwangerschaften, kindlichen Missbildungen, ...).
Der Einsatz von Röntgenuntersuchungen ist in Deutschland nach Japan der zweithäufigste der Welt, die Strahlenbelastung gerade durch moderne CT-Untersuchungen wird dabei oft unterschätzt (Lancet 2004:345–51; Radiology 2004:735-8, NEJM 2007:2277-84). Nicht nur für Verlaufsuntersuchungen ist die Sonographie geradezu prädestiniert und kann hier viele Röntgenaufnahmen vermeiden helfen. Trotzdem sind CT und Kernspintomographie heute aus der Medizin nicht mehr wegzudenken und finden Ihren Platz bei Fragestellungen, die sonographisch nicht zu klären sind. Am Klinikum pflegen wir deshalb eine enge Zusammenarbeit auch mit der Radiologie, um die für Sie jeweils günstigste Untersuchungsmethode auszuwählen.
Moderne Ultraschallgeräte sind mobil und können direkt am Krankenbett, auf Intensivstationen und im OP innerhalb weniger Sekunden Bilder aus dem Inneren des Körpers liefern. Inzwischen gibt es sogar tragbare, akkubetriebene Hochleistungsgeräte zum Einsatz bei Hausbesuchen, in Altersheimen, im Notarztwagen etc.. Die Belastung des Patienten durch Transporte etc. wird dadurch auf ein Minimum begrenzt.
Im Gegensatz zu angelsächsischen Ländern in denen ausgebildete medizinische Assistenten (sog. „sonographers“) Ultraschalluntersuchungen durchführen, wird die Sonographie in Deutschland in aller Regel von Ärzten durchgeführt. Dies ist teurer, führt aber auch zu besseren Ergebnissen, da der behandelnde Arzt die Ultraschall-Informationen sofort im Gesamtkontext der Erkrankung des Patienten einordnen kann. Die Sonographie ist in Deutschland fest in die fachärztliche Behandlung praktisch aller medizinischen Disziplinen integriert.
Die krebsauslösende und embryoschädigende Wirkung von Röntgenstrahlen ist heute allgemein bekannt. Deshalb wurde der Frage bei der Einführung der Sonographie einer möglichen Schädigung durch Schallwellen von Anfang an größte Beachtung geschenkt. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall ist u.a. Mitglied einer europäischen und einer internationalen Watchdog-Gruppe, die ständig allen Hinweisen auf mögliche Risiken bei der medizinischen Anwendung von Ultraschall nachgeht.
Alle wissenschaftlichen Untersuchungen wie auch die 40-jährige klinische Erfahrung haben bestätigt, dass Nebenwirkungen bei den in der medizinischen Diagnostik verwendeten Ultraschall-Energien nicht zu erwarten sind. Auch die Untersuchung von Schwangeren und Kindern ist risikolos möglich!
Die Untersuchung von Embryonen sollte aus Sicherheitsüberlegungen auf die notwendige Zeit beschränkt werden (insbesondere bei Verwendung von Dopplerverfahren). Von längeren Ultraschall-Untersuchungen nur „um das Baby auf den Bildschirm zu beobachten“ wird abgeraten (European Committee for Ultrasonic Radiation Safety).
Die einfache Ultraschall-Untersuchung hat mit der Entwicklung der Computertechnologie in den letzten 20 Jahren enorme Fortschritte gemacht. Von Bedeutung sind insbesondere die verschiedenen Methoden der Doppler-Sonographie (Farbdoppler, Spektraldoppler, Power-Doppler u.a.), die heute fester Bestandteil einer Sonographie sind. Durchblutung von Organen und Gefäßen kann dabei als Geräusch, Kurve oder Farbbild dargestellt werden. So lassen sich Einengungen oder Verschlüsse von Gefäßen beurteilen. Dank hochwertiger Geräteausstattung und ständiger Weiterbildung können wir Ihnen alle diese Methoden für den Bereich der abdominiellen Ultraschalluntersuchung wie auch der Sonographie der Schilddrüse und Lymphknoten an unser Klinik anbieten.
Ultraschall-Kontrastmittel: Seit einigen Jahren werden auch im Ultraschall besondere Kontrastmittel (sog. Echosignalverstärker) verwendet. Im Gegensatz zu Röntgen-Kontrastmitteln handelt es sich um winzige, unschädliche Gas- oder Luftbläschen, die sich nach wenigen Minuten von selbst auflösen. Sie sind gut verträglich und bis auf sehr seltene allergische Reaktionen frei von Nebenwirkungen. Da sie kein Jod enthalten, führen sie nicht zu den vom Röntgen bekannten Kontrastmittelallergien und können auch bei bekannter Kontrastmittel- oder Jodallergie eingesetzt werden. Der Einsatz von Ultraschall-Kontrastmitteln hat z.B. den Nachweis von kleinen Lebermetastasen verfeinert; auch die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren ist so treffsicherer und kann vielen Patienten eine Punktion ersparen.
Weitere moderne Techniken sind Panoramabild-Verfahren, 3D-Sonographie, ultraschallgezielte Punktionen, Endosonographie u.v.a. mehr und stehen Ihnen an der Medizinischen Klinik I ebenso zur Verfügung.
Für Kassenpatienten sind alle erforderlichen Ultraschalluntersuchungen natürlich im Aufenthalt enthalten. Die Sonographie ist insgesamt eine sehr preisgünstige Untersuchung und kostet nur einen Bruchteil von konkurrierenden Schnittbildverfahren wie CT und Kernspintomographie. (Sonographie eines Organs z.B. nach der Gebührenordnung für Privatpatienten 11,66€, jedes weitere Organ 4,66€, jeweils einfacher GOÄ-Satz).
Qualifizierte Untersuchungen erfordern jedoch Erfahrung, ausreichend Zeit und eine moderne Geräteausstattung. Die DEGUM setzt sich seit Jahren dafür ein, dass hohe Qualität auch ausreichend vergütet wird und die Abrechnungsbestimmungen (EBM, GOÄ) den technischen Fortschritten angepasst werden. Es darf nicht sein, dass nur aufgrund lukrativerer Vergütung anderen Methoden wie Röntgen oder Kernspintomographie der Vorzug gegeben wird. Trotzdem wurde die Vergütung sonographischer Untersuchungen auch im neuen EBM (2005) weiter abgewertet, was kaum ein Anreiz zur Anschaffung hochwertiger Ultraschallgeräte im niedergelassenen Bereich sein dürfte.
Aufgrund ständiger Fort- und Weiterbildungen können wir Ihnen an unserer Klinik eine hochqualifizierte Ultraschalldiagnostik anbieten. OA Dr. Dirks ist Seminarleiter der DEGUM und besitzt die Stufe III-Anerkennung, Herr OA Dr. Scholz besitzt ebenfalls eine langjährige und spezialisierte Sonographie-Erfahrung. Regelmäßige interne Fortbildungen garantieren die Ausbildung der Assistenten.
Weiterhin besteht eine interne Qualitätssicherung u.a. durch ständigen Vergleich der Diagnosen mit radiologischen und histologischen Befunden, sowie durch enge Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Klinik.
Zahlreiche Organe lassen sich heute mit geeigneten Ultraschallgeräten beurteilen. Probleme können jedoch bei sehr adipösen Patienten oder bei massiv gasgefüllten Darm auftreten. Lufthaltige Organe und Knochen können generell nur schlecht von den Ultraschallwellen durchdrungen werden und sind nur eingeschränkt sonographisch beurteilbar.
Einige Beispiele:
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Sonoweb-Website Ultraschall-Zentrum - Krh. Bad
Cannstatt |